Was vor zwei Jahren noch als spontane Idee während des traditionellen «Around the Lake» um den Brienzersee entstanden ist, hat sich inzwischen definitiv etabliert: Das «Around the Lake 2» – die Umrundung des Thunersees – ging in die nächste Runde. Nach den erfolgreichen ersten beiden Durchführungen war schnell klar: Auch dieses Jahr darf die Herausforderung nicht fehlen.
Erneut richtete sich der Anlass an jene Lernenden, die kurz vor ihrem Abschluss stehen und sich gemeinsam nochmals einer besonderen sportlichen Herausforderung stellen wollten. So machte sich am vergangenen Donnerstag wiederum eine kleine aber motivierte Gruppe auf den Weg, die rund 50 Kilometer rund um den Thunersee unter die Füsse zu nehmen – mit Respekt vor der Strecke, guter Stimmung und einer gehörigen Portion Abenteuerlust.
Der Start erfolgte auch diesmal in aller Frühe um 04.45 Uhr. Die Route über Merligen, Gunten, Oberhofen und Thun war inzwischen bekannt, dennoch beeindruckte die Kulisse entlang des Sees erneut. Die Gruppe fand schnell ihren Rhythmus – konzentriert, aber entspannt. Verpflegt wurde wiederum direkt aus dem Rucksack und bewusst ohne längere Pausen. Die Devise blieb dieselbe: Wenns läuft, dann läufts.
Wie bereits aus den vergangenen Jahren bekannt war, wartete die grösste Herausforderung auf den letzten Kilometern ab Spiez. Doch dieses Jahr kam kurz vor dem Ziel noch eine unerwartete Zusatzprüfung dazu: Wegen einer Umleitung des Wanderwegs musste spontan ein zusätzlicher Umweg in Kauf genommen werden. Gerade als die Beine bereits schwer wurden, verlangte die ungeplante Streckenänderung nochmals extra Durchhaltewillen und Kraft von allen Beteiligten.
Trotz dieser zusätzlichen Herausforderung meisterten alle Lernenden die Strecke mit grossem Einsatz, gegenseitiger Unterstützung und guter Laune. Nach rund 68’000 Schritten erreichte die Gruppe schliesslich erschöpft, aber zufrieden das Ziel in Interlaken.
Auch die dritte Durchführung des «Around the Lake 2» zeigte eindrücklich, wie viel mit Teamgeist, Ausdauer und Motivation möglich ist – und dass manchmal gerade die ungeplanten Herausforderungen die Geschichten schreiben, die am längsten in Erinnerung bleiben.